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Videoblog – das moderne Tagebuch

Ein Videoblog, oft kurz Vlog genannt, ist eines der modernsten Medien im Internet und erfreut sich großer Beliebtheit. Die Grenzen zum Video-Podcast sind fließend. Viele TV-Sender und Printmedien produzieren inzwischen Videoblogs, die sich mit den unterschiedlichsten Themen auseinandersetzen: Mode und Musik, Politik, Kultur und Lifestyle. Vloggen ist nicht ganz so einfach wie eine eigene kleine Website, aber es bietet zahlreiche Möglichkeiten. Der Kreativität für ein Videoblog sind kaum Grenzen gesetzt. Jeder kann sein eigenes Tagebuch ins Internet stellen.

Um sein eigenes Videoblog zu produzieren, benötigt man eine Videokamera mit Zubehör wie Stativ oder Beleuchtung, Software zum Schneiden und Konvertieren sowie Webspace zum Hochladen und Präsentieren der Videodateien. Natürlich kann man dazu auch kostenlosen oder werbefinanzierten Speicherplatz verwenden. Gegenüber dem textbasierten Bloggen, das ab und zu von Bildern aufgelockert wird, liegen die Vorteile klar auf der Hand. Ein Video sagt mehr als tausend Worte. Das bewegte Bild ist eingängiger und interessanter, mit einem Film lassen sich Stimmungen viel intensiver und direkter vermitteln. Außerdem eröffnet die Verbindung von Musik und Sprache eine ganz neue Ebene. Der Unterschied zwischen Blog und Vlog ist ähnlich wie zwischen Tageszeitung und Fernsehen. Mit einer Zeitung ist man gut informiert, aber so viel Spaß wie im Fernsehen hat man nicht.

Um ein erfolgreiches Videoblog zu führen, braucht die Seite ein klares Konzept. Die Filmbeiträge müssen ihren eigenen Stil haben und sich selbst treu bleiben. Sie sollten kurz sein, fünf Minuten reichen aus. Dafür ist aber regelmäßig aktueller Inhalt im Videoblog Pflicht. Spätestens nach einer Woche erwarten die Zuschauer im Internet eine neue Folge, sonst verlieren sie ihr Interesse.

Gute Videoblogger setzen die technischen Mittel kreativ ein. Wer Folge für Folge nur sich selbst in der Pose des typischen Nachrichtensprechers zeigt, der langweilt sein Publikum. Ein Vlog mit Mehrwert gibt den Surfern, was sie wollen. Man kann die ganze Welt filmen, statt nur über sie zu erzählen, mit Leuten sprechen statt nur über sie, Interviews führen, Dinge zeigen statt beschreiben. Alles, was mit einem Textblog oder einem Audio-Podcast unmöglich ist, hat im Videoblog Platz.

Vorsicht ist besonders dann geboten, wenn man selbst auftritt. Böse Bemerkungen oder handfeste Beleidigungen können auch für Blogger richtig teuer werden, wenn man sie im Internet veröffentlicht, doch im Videoblog sein eigenes Gesicht zu zeigen will gut überlegt sein. Außerdem muss man wie im Internetradio die Urheberrechte an fremden Medieninhalten wie z. B. Musik beachten und möglicherweise GEMA-Gebühren entrichten, sonst droht eine kostenpflichtige Abmahnung.

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